Angriff, ran, ver­sen­ken!

“Das Boot” U96 Heim­kehr nach Feind­fah­rt: Kom­man­dant (mit weißer Kap­pe) “Der Al­te” Hein­rich Leh­mann-Wil­len­brock (1911 – 1986). Links von ihm: Lot­har Gün­ter Buch­heim, Au­thor von “Das Boot”.

Zieh’ Dir das Le­der­päck­chen an,
Ka­me­rad, es geht in See!
Schon springt der Die­sel fau­chend an,
Ka­me­rad, jetzt heißt es wie­der “Ran!”,
Jetzt woll’n wir wie­der ja­gen,
Die En­gelän­der schla­gen,
Da draußen auf der See.

Wir sind die U-Boot­sleu­te,
Die grauen Wö­l­fe auf grauem Meer,
Vor uns weht fahl der Tod ein­her
Und Schif­fe sind un­se­re Beu­te.
Heut’ sind wir hier und mor­gen dort,
Un­ser Ad­mi­ral gab uns sein Wort:
“Ka­me­ra­den, stets dran den­ken: (ja, was denn?)
Angriff, ran, ver­sen­ken!”

Auf fet­te Beu­te noch ein Glas,
Schon bald steh’n wir am Feind
Und su­chen, bis wir ihn ge­faßt,
Das Au­ge fest am Dop­pel­glas.
Mit uns reist das Ver­der­ben,
Wir sie­gen oder ster­ben,
Mit un­se­rem Boot ver­eint.

Re­frain

Zum Angriff auf dreht nun das Boot,
Der “Aal” im Rohr liegt klar.
Und ob uns auch Ver­nicht­ung droht,
Wir het­zen Schiff um Schiff zu Tod,
Wenn En­g­lands Damp­fer sin­ken
Und Sie­ge­swim­pel win­ken,
Was schert uns dann Ge­fahr!

Re­frain

Und wenn ein Boot nicht wie­der­kehrt
Und blieb auf grauem Meer,
Wir wis­sen, daß es wei­terfä­hrt
Und jetzt zur ew’gen Front ge­hört.
Wir woll’n da­rum nicht kla­gen,
Nur im­mer här­ter schla­gen
Den Feind auf wei­tem Meer.

Re­frain